Kafka von Róna

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In der Kategorie „originelle Denkmäler Prags“ gehört dieses hier gewiss in die engere Wahl der Spitzenkandidaten: Das Franz-Kafka-Denkmal neben der Spanischen Synagoge im alten Judenviertel.

IMG_3392Die Skulptur wurde am 4. Dezember 2003 öffentlich eingeweiht, gerade rechtzeitig zum 120. Geburtstag Kafkas. Das 3,75 Meter hohe und 700 Kilogramm schwere Teil ist das Werk des bekannten tschechischen Bildhauers Jaroslav Róna, dessen Werk bisweilen in Sachen Surrealität mit dem Werk Kafkas geradezu konkurriert.

Róna ließ sich  bei seiner Idee, Kafka auf den Schultern einer großen kopf- und armlosen Männergestalt sitzen zu lassen, von Kafkas zwischen 1903 und 1907 geschriebenen, aber erst postum veröffentlichten traum- und phantasiehaften Erzählung Beschreibung eines Kampfes inspirieren. Róna fand darin die Stelle, die er dann bei seiner Skulptur umsetzte: „Schon sprang ich mit ungewohnter Geschicklichkeit meinem Bekannten auf die Schultern und brachte ihn dadurch, dass ich meine Fäuste in seinen Rücken stieß in einen leichten Trab“. Kongenialer hätte man Kafkas Denkmal kaum gestalten können. (DD)

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