Nach der Oper ein Bier (und mehr)

IMG_3476

Je nachdem, wie lange sich die Sänger auf der Bühne tummeln, ist es manchmal schwer, nach einem Besuch des Ständetheaters in der Altstadt noch in einem Restaurant ein gepflegtes Mahl zu sich zu nehmen. Selbst hier, inmitten der touristisch bis zum Overkill erschlossenen IMG_3482Altstadt, halten sehr viele Restaurants ihre Küche nur bis 22.00 Uhr offen (keine Sorge: Trinken kann man dann meist immer noch!). Aber es gibt Abhilfe! Näher am Ständetheater als das Restaurant U Dvou Pánů (Adresse: Ovocný trh 579/6 ) kann man eigentlich nichts zu Essen bekommen – und das übrigens schon seit 1870. Das große Photo oben zeigt den Blick aus einem der Fenster des Restaurants mit Aussicht auf die klassizistische Architektur des Opernhauses. Das ist schön! Und kulinarisch gibt es dabei nichts zu meckern.

Die Inneneinrichtung hat recht genau die Balance zwischen „altböhmischer Gemütlichkeit“ und modernem Ambiente der höheren Qualität gefunden. Das gibt dem Ganzen ein authentisch IMG_3485tschechisches Flair, lockt aber keine „Sauftouristen“ an.

Dem entspricht auch das Angebot an Speisen und Getränken. Gute tschechische internationale und tschechische Weine, aber vor allem rund 25 Biersorten gibt es hier, die auch in Vitrinen würdig ausgestellt werden. Viele Biere werden zwar in der Flasche serviert, aber es handelt sich um eine originelle und vielseitige Auswahl. Mir IMG_3471war zum Beispiel nicht klar, dass in Tschechien auch die fränkische Spezialität des Rauchbiers (eines meiner Lieblingsbiere!) gebraut wird und konnte mich hier eines Besseren belehren lassen, wie man auf dem Bild unten sieht.

Entsprechend auch die Speisen, für die sich Chefkoch Pavel Kyzr verantwortlich zeigt. Es gibt einen Mix von internationaler und tschechischer Küche, wobei es sich bei Letzterer um eine modernisierte Version handelt, die nicht so schwer im Magen liegt. Das ganze ist nicht ganz billig und die Kundschaft besteht IMG_3478anscheinend zum großen Teil aus nicht-tschechischen Opernbesuchern, weshalb die Preise auf der Speisekarte in Kronen und Euros angegeben sind.  Das entspricht irgendwie den Erwartungen, die man an ein auf Opernbesuchern ausgerichtetes Restaurant so hegt.

PS: Noch eine Kuriosität. Das Restaurant teilt sich die (gepflegte!) Toilette mit einem Nachbarrestaurant. Man erreicht sie über einen großen Durchgang, der zur Straße offen ist. Damit nicht jedermann die so einfach nutzt und möglicherweise verdreckt, sind die Eingangstüren der Toilette mit einem Zahlencode gesichert, den man an einem Gerät eintippen muss. Habe ich noch nie gesehen. Also, bevor man unter Druck losläuft, erst die Kellnerin/den Kellner nach dem (recht simplen) Code fragen! (DD)

 

Ein Gedanke zu “Nach der Oper ein Bier (und mehr)

  1. Zum P.S. Wir hatten die Örtlichkeit gar nicht erst gefunden und gingen kurzerhand aus Versehen ins sehr gepflegte Nachbarrestaurant. Dort wurden zwei Damen im Abendkleid aber nicht vom rettenden Örtchen vertrieben.

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s