Bier im Bischofspalast

Gute Bildungsbürger sollten sich das Gebäude des Vojanův Dvůr (Vojan Hof) natürlich wegen seiner stadtgeschichtlichen Bedeutung für Prag anschauen. Es spricht dabei aber nichts dagegen, dort in der kleinen Brauereigaststätte gleichen Namens einzukehren und selbige näher zu inspizieren.

Der Name täuscht. Das Gebäude an der U Lužického semináře 119/21 auf der Kleinseite wurde zwar – genau wie der sich anschließende Vojan Park (Vojanovy sady) im 20. Jahrhundert nach dem Schauspieler Eduard Vojan benannt (früherer Bericht hier), der in der Gegend wohnte, aber es verdankt ihm keineswegs seinen Ursprung. Erstmals wurde das Gebäude 1248 erwähnt. Da war es nämlich der Palast oder Hof des Bischofs von Prag. Damals war das Nikolaus von Újezd, der sich vor allem durch den Ausbau der Prager Burg hervorgetan hatte. Als im 14. Jahrhundert die Prager Bischöfe zu Erzbischöfen aufstiegen, blieben sie weiterhin hier. Erst im 17. Jahrhundert zog es die Erzbischöfe in ein neues Domizil in die Altstadt. Der Hof fiel in den Besitz eines Klosters des Ordens der Karmelitinnen. Erst in den 1920er Jarhen wurde das Areal säkularisiert.

Entscheidend ist jedoch das Jahr 2018. Da eröffnet die Brauereigaststätte ihre Pforten. Die ist enorm beliebt bei den Unmengen von Touristen (aber auch eine nicht zu unterschätzende Zahl Einheimischer), die sich hier vorbeidrängen und im Sommer vor allem den Biergarten lieben. Ja, und obwohl das Vojanův dvůr mitten in einem touristischen Hotspot residiert, bekommt man für sein Geld hier reelle Qualität. Es handelt sich gewiss um eines der Top-Braulokale Prags.

Das liegt daran, dass die Betreiber schon wussten, wie man Qualität und Massentourismus verbinden kann. Schon 2014 hatten sie mitten im Gewühl der Altstad auf der anderen Moldauseite die Braugaststätte U tří růží (Bei den Drei Rosen) in der immer belebten Husova 10/232 (wir berichteten hier) gegründet und dort gezeigt, was sie konnten. Beide Lokale teilen sich Profi-Braumeister Tomáš Tuchyňa, der in beiden Brauereien durchaus für ein unterschiedliches Bierangebot sorgt – und zwar mit höchsten Qualitätsansprüchen. Hier sieht man das milde Halbdunkle (rechts) und das rötliche Rubín, ein leicht hopfiges Lagerbier.

Die Brauanlage kann man übrigens auf Anfrage besichtigen. Um das Trinken leichter zu machen, sollte man sich auch etwas zu Essen gönnen. Wie im U Tří růží bekommt man auch hier, was man von einer böhmischen Gaststätte so erwartet – deftige Küche mit Knödeln, Fleisch und was dazugehört. Uns schien die Zubereitung sogar ein wenig hochwertiger als im Schwesterlokal drüben auf der anderen Flussseite.

Nicht nur demjenigen, der wissen will, wie Bier in einem alten Bischofssitz schmeckt, sei diese Gaststätte empfohlen. (DD)

Der geköpfte Bürgermeister

Das Haus zum Schwarzen Kreuz (dům U Černého křížku) in der Martinská 419/5 ist einer jener vielen hübschen Bauten, die die Altstadt zur Altstadt machen, aber auf den ersten Blick meist nicht besonders auffallen. Das Eckhaus steht hier schon seit dem finsteren Mittelalter. Damals trug sich hier, so ist es überliefert, eine Schrecken erregende Begebenheit zu, die dem Haus aber dann doch zu trauriger Berühmtheit verhalf.

Der Historiker Václav Hájek z Libočan erwähnt sie in seiner berühmten Böhmischen Chronik von 1541: Die grausige Geschichte des Georg Schwerhammer. Es war im Jahre 1386. Schwerhammer war just zum Bürgermeister der Altstadt gewählt worden. Eines Tages verließ er der Geschäfte wegen sein Haus. Seine Frau blieb mit der neugeborenen Tochter zuhause und wollte diese baden. Beim Baden war das Kind unruhig, und weil kein Spielzeug zur Hand war, griff die Frau in die Tasche einer in der Nähe hängenden Jacke ihres Mannes. Dort fand sie das Amtsiegel des Bürgermeisters und gab es dem Kind zum Spielen. Nach dem Baden schüttete sie, wie das damals so üblich war, den Zuber aus dem Fenster aus. Sie bemerkte nicht, dass sich das Siegel im Wasser befand und mit aus dem Fenster geschüttet wurde.

Ein vorbeikommender Bürger fand das Siegel auf der Straße und brachte es ins Rathaus zum Ratsvorsitzenden Jakub Wölflin. Der zitierte Schwerhammer zu sich und fragte ihn nach dem Siegel. Ahnungslos wähnte er es bei sich zu Hause und wollte dort suchen. Aber die Ratsherren, die grinsend beobachteten, wie er suchte und suchte, wussten nun leider Bescheid und ordneten nach einer kurzen Weile die sofortige Hinrichtung wegen des sorglosen Umgangs mit heiligen Amtinsignien an. Vor seinem eigenen Haus wurde der Arme enthauptet. Am nächsten Tag wurde an der Stelle der Hinrichtung ein schwarzes Kreuz aufgestellt. Ob diese Geschichte wirklich so stattgefunden hat, ist ungewiss. Im 19. Jahrhundert war sie manchmal Gegenstand von politisierten Geschichtsdebatten, weil Schwerhammer ein deutscher Bürger der Stadt war, und man unterstellte, die schnelle und überzogene Hinrichtung sei ein Werk voreiliger tschechischer Ratsherren gewesen.

Wie dem auch sei: Das Haus, in dem er gewohnt und vor dem er den Tod gefunden haben soll, heißt immer noch nach dem schwarzen Kreuz. Ein gemaltes schwarzes Kreuz befindet sich auch auf der Wand. Schwerhammer soll auf dem im späten 18. Jahrhundert aufgelösten Kirchhof der gegenüber liegenden Kirche Sankt Martin in der Mauer (früherer Beitrag hier) begraben worden sein. Angeblich – ich konnte es bei Gottesdiensten allerdings bisher noch nicht bestätigt sehen – soll er dort ab und an noch mit dem Kopf unter dem Arm herumspuken und die Gläubigen zur mehr Ordentlichkeit im Hause gemahnen. Aber zurück zu dem, was gesichert ist: Das Haus zum Schwarzen Kreuz steht tatsächlich auf gotischen Grundmauern. Allerdings fiel der mittelalterliche Bau, in dem Schwerhammer gelebt haben mag, 1678 einem Feuer zum Opfer. Im Kern ist das heutige Erscheinungsbild daher barock. Barocken Ursprungs ist auch das in eine Kartusche gefasste Hausschild, das die Dreieinigkeit darstellt. Im Innenhof wurden wohl 1846 einige Umbauten im klassizistischen Stil durchgeführt, die man aber von außen nicht sieht. Jedenfalls dürfte Schwerhammers Geist, falls er dort noch spuken sollte, das Gebäude nicht unbedingt wiedererkennen. (DD)

Burg in schöner Bachlandschaft

Inmitten eines idyllischen Dörfchens am nordöstlichen Rand Prags liegt Burg Jenštejn. Der 22 Meter hohe Turm ragt hoch über den kleinen alten Häuschen des Ortes und der sie umgebenden Bach- und Teichlandschaft. Kurz: Das ideale Ziel für einen Wochenendausflug.

Das Dorf mit samt einer kleinen Wasserburg wurde Anfang des 14. Jahrhunderts durch Jenčik z Janovic (das „z“ ist im Tschechischen gleichbedeutend mit dem deutschen Wort „von“) angelegt, dem Sproß einer im 13. Jahrhundert erstmals in Chroniken erwähnten Adelsfamilie. Die erste urkundliche Erwähnung der Burg datiert aus dem Jahr 1368. In diesem Jahr ging sie nämlich in den Besitz eines gewissen Pavel z Vlašim über, der sich fortan recht vornehm Paulus de Jenczenstein nannte. Er baute die Burg in der Form aus, wie wir sie heute kennen. Pavel vererbte 1379 die Burg und die Herrschaft an seinen Sohn Jan z Jenštejna (Johann von Jenstein).

Der war der wohl bedeutendste Besitzer der Burg. Zunächst Bischof von Meißen, brachte er es 1379 zum Amt des Kanzlers von König Wenzel IV.. Da er gleichzeit Bischof von Prag wurde, geriet er als eifriger Kirchenreformer in die religiösen/politischen Streitereien, die später zu den Hussitenkriegen führen sollten. In vielen Schriften prangerte er die damalige Verweltlichung der Kirche an.. Er war vielleicht ein wenig radikal. 1384 verlor er daher das Amt des Kanzlers. Fortan kämpfte er gleichermaßen für die Rechte der Kirche gegenüber dem König. Als der König seinen Generalvikar, den späteren Märtyrerheiligen Nepomuk, hinrichten ließ floh er nach Rom. 1396 – vier Jahre vor seinem Tod – musste er auch den Bischofstitel aufgeben.

Nachdem Burg und Dorf im 15. Jahrhundert noch mehrmals den Besitzer wechselten, wurde im Jahr 1560 ein gewisser Jan Dobřichovský z Dobřichova letzte Besitzer der Herrschaft von Jenštejn. Nach seinem Tode im Jahr 1583 fiel sie an die königliche Finanzverwaltung Böhmens und wurde zwei Jahre später in die Herrschaft  Brandýs. Dadurch verlor die Burg an Bedeutung. Chroniken erwähnen, dass sie 1597 schon leer und recht verfallen war. 1640 verwüsteten im Zuge des Dreissigjährigen Krieges Burg und Dorf. Das Dorf wurde wieder aufgebaut; die Burg blieb die pittoreske Ruine, die wir heute sehen.

Im 20. Jahrhundert nahm man sich ihrer wieder gnädig an. Renovierungen stabiliserten das Gebäude – allen voran eine Restaurierung im Jahre 1977, die dazu führte, dass die Burg wieder öffentlich zugänglich wurde. Seither ist sie ein beliebtes Ziel für Wanderer und Radfahrer, die die Burg und die umliegende Landschaft bewundern wollen. Die Burg und das Dorf liegen in einem waldigen Gebiet um den Vinoř-Bach (Vinořský potok), der sich von hier aus Prag kommend Richtung Elbe bewegt und von vielen kleinen Teichen gesäumt ist, wie man auch dem großen Bild oben sehen kann. (DD)

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Drachentöter vor der Präsidentenresidenz

Heute ist der 23. April und somit der Gedenktag für den Heiligen Georg. Das ist der, der Drachen tötet, um Jungfrauen zu retten, die selbigen geopfert werden sollen. Außerdem hat er so etwas wie einen Status als böhmischer Nationalheiliger, aber von niedrigeren Rang als es etwa bei den Heiligen Wenzel oder Nepomuk der Fall ist. Schließlich wurde das Land Böhmen in grauer Vorzeit von einem Georgsberg aus besiedelt, wenn man alten Sagen glauben darf.

Wie dem auch sei: Der Heilige Georg schmückt den dritten Hof der Prager Burg, und zwar direkt vor der Residenz des Präsidenten der Republik! Dort steht auf hohem Sockel die Reiterstatue des Heiligen. Das, man da sieht, ist allerdings eine Kopie aus den 1970er Jahren. Denn das Original aus dem Mittelalter hatte soviele Drangsale durchmacht, dass man es besser in Sicherheit brachte. Dieses Original lässt sich auf das Jahr 1373 zurückverfolgen, als die Statue von den Brüdern Georg und Martin von Klausenburg gegossen wurden (der Ort liegt heute in Rumänien). Es handelt sich um eine Georgsdarstellung, die alle klassischen Attribute erfüllt, Reiter in Rüstung auf einem Pferd, mit einer Lanze einen sich auf dem Boden windenden Drachen erstechend (kleines Bild links).

Die künstlerische Besonderheit ist die Klippenlandschaft, über die das Pferd galoppiert – schroffe Felsen mit viel Gewürm und wuchernden Pflanzen. Das hinterlässt einen pittoresken Eindruck. Wo die Statue ursprünglich stand, weiß man nicht genau. Erst im 15. Jahrhundert wird erstmals der Platz des Heiligen Georg (náměstí U Svatého Jiří) vor der ebenfalls in der Burg gelegenen Basilika des Heiligen Georgs (Bazilika sv. Jiří) als Standort erwähnt, über die wir bereits hier berichteten. Das war ganz nahe am Alten Königspalast (früherer Beitrag hier), vor dem oft Turniere abgehalten wurden. Dabei flogen wohl so die Fetzen, dass es damals wohl zu ersten leichten Beschädigungen kam. Es folgte das Große Feuer von 1541 auf der Kleinseite, dass eine Hand des Heiligen so beschädigte, dass sie erneuert werden musste. 1562 gab es wieder ein Turnier und Zuschauer kletterten auf die Skulptur. Der Kopf des Pferdes brach ab und musste neu angeschweißt werden. Im 18. Jahrhundert schützte man sie ein wenig, indem man sie auf einen Brunnen stellte, den der Tessiner Architekt Francesco Caratti entworfen hatte. Das war mit dem Umzug in den dritten Hof verbunden.

Dieser Teil des Burgareals wurde mit der Unabhängigkeit der Tschechoslowakei 1918 gründlich umgestaltet und modernisiert, um ihm ein eher republikanisches und präsidentielles Gepränge zu verleihen. Schließlich wurde hier der neue Präsidentenpalast eingerichtet. Die Planung unterstand dabei dem Leib- und Magen-Architekten des ersten Staatspräsidenten der Tschechoslowakei, Tomáš Garrigue Masaryk, dem aus Slowenien stammenden Architekten Josip Plečnik. Der gestaltete 1928 auch die Georgsstatue um, indem er sie auf eine hohe Granitsäule mit Bronzeeinfassungen stellte, die wiederum in einem flachen rechteckigen Brunnen steht. Dadurch sieht das Ganze definitiv recht modern aus.

Wer das alte, geschundene und vielfach beschädigte (und wieder reparierte) Original sehen möchte, der muss allerdings nicht lange laufen. Es steht heute in der Ausstellung Die Geschichte der Prager Burg, die seit 2004 ihren dauerhaften Platz unter dem Königspalast hat. Und die wachsamen Museumwärter schauen permanent darauf, das dem wertvollen Stück auch bloß nichts zustößt. (DD)

Dorfkirche mit Wandmalereien

Der Ortsteil Hostivař gehört erst seit 1922 zu Prag. Zuvor war er ein kleines, bäuerlich geprägtes Dorf außerhalb der Stadtmauern gewesen. Mit der Expansion Prags holte (vor allen in den 1970er Jahren) eine wahre Wüstenei von Plattenbauten das Areal ein, so dass man heute fast schon überrascht ist, wenn man sich nach soviel Großstadt, Stahl und Beton plötzlich im alten Dorfkern befindet. Der ist allerdings entzückend und birgt mit seiner Dorfkirche, der Kirche der Enthauptung des Heiligen Johannes des Täufers (Kostel Stětí sv. Jana Křtitele), ein wahres Juwel in sich.

Die noch deutlich sichtbaren romanischen Ursprünge gehen wahrscheinlich ins 11. Jahrhundert zurück. Der damalige Bau wurde wohl vom rund 30 Kilometer entfernten Kloster Sázava betrieben. Als Pfarrkirche wird sie allerdings erstmals 1352 erwähnt. Im 13. wurde die Kirche im frühgotischen Stil umgebaut und erweitert. Sie erhielt ihre charakteristische rechteckige Form, wobei gottlob die alte romanische Apsis erhalten blieb.

Dort befinden sich auch noch umfangreiche und ausgesprochen gut erhaltenene Wandmalereien (kleines Bild rechts; großes Bild oben) aus dem 13. Jahrhundert – der eigentliche Schatz des Gebäudes. Sie stellen in der Halbkuppel den Herrgott und den gekreuzigten Jesus dar; darunter befinden sich die Heiligen Johannes (der Namenspatron der Kirche) und Katherina, sowie die Apostel Petrus und Paulus. Am unteren Rand sieht man eine Darstellung der Geburt Christi. Man ist beeindruckt, wie frisch sich die kontrastreichen Farben erhalten haben.

Der unbekannte Künstler hatte sich damals wohl an bekannten Vorbildern orientiert, die er in Manuskripten aus dem 12. Jahrhundert, wie etwa dem Westminster Psalter, fand. Derartiges findet man auch in Deutschland. Es ist ein Beleg dafür, wie die Schriftkultur de Zeit schon für eine Art Globalisierung in der Kunst sorgte. Jedenfalls würde man in einer Dorfkirche in einer (damals) so kleinen Gemeinde ein solches Niveau sonst nicht erreicht haben.

Die Kirche steht frei in einer großen ummauerten Rasenfläche, die dereinst der Kirchhof war. Am nördlichen Eingang befindet sich heute an der Stelle, wo einst die Leichenhalle war, ein hölzerner Glockenturm.

Auch nach dem 14. Jahrhundert wurde die Kirche immer wieder einmal ein wenig umgebaut und verändert. Vor allem 1864 ging man daran, die Kirche, die im späten 18. Jahrhundert im Stil des Klassizismus umgestaltet worden war, wieder „authentisch“ ins stilistische Mittelalter zurückzuversetzen, was recht gut gelang. Die schönen Malereien befinden sich jedenfalls ein einem geschmacklich sehr passenden Umfeld. (DD)

König der Poller

Er starrt die Leute, die hier vorbeikommen, schon seit Jahrhunderten an. 600 Jahre soll er alt sein. Aber genau weiß man es nicht. Doch eines wissen die Prager: Er ist der König der Poller (Král patníku). So heißt er nämlich im Volksmund.

Er befindet sich an einer Kurve an der Na Perštýně 352/18, Ecke Jilska, inmitten der Altstadt. Man kann sich vorstellen, dass hier, wo heute hauptsächlich Touristen in Massen zu Fuß entlangschlendern, sich früher unzählige Kutschen, Karren und Fuhrwerke durch die enge Straße zwängten und dabei mit ihren eisenbeschlagenen Rädern viel Schaden an den Hauswänden anrichteten. Und deshalb gab es die Poller, auch Radabweiser oder Preller genannt. Damit sie ihrerseits die Fuhrwerke nicht kaputt machten, waren sie meist abgerundet. Sie konnten dekorativ gestaltet sein, wie dieser hier, aber ihr Hauptzweck war, dass die Räder der Fuhrwerke abgewiesen wurden und somit der Schaden abgewendet werden konnte.

Dieser Poller ist mit einem Maskaron, einer grotesken Maskendarstellung, ausgestattet, in diesem Fall wohl der eines Kobolds. Kobolde sind in der Welt der Märchen eine Art Hausgeist (außer für Grüne, die sie bekanntlich in E-Batterien wähnen). Wie dem auch sei, so ein großerKobold mag durchaus zu schnell in die Kurve fahrende Wägen ein wenig abgeschreckt haben – schließlich war man in diesen Zeiten gerne abergläubisch. Er ist wohl der älteste erhaltene Poller in ganz Prag.

Auf jeden Fall ist der König der Poller älter als das Haus (zumindest in dieser Form), das er schützt. Aber natürlich ist es wie überall in der Altstadt. Es gab frühere Bauphasen, deren Spuren man kaum noch sieht. Die Ursprünge reichen in die Romanik zurück und im 13. Jahrhundert wurden hier vier kleine Häuser erbaut, von denen eines einem gewissen Jan Sladký gehörte, nach dem das Haus heute benannt ist: Dům U Sladkých (Haus beim Sladký).

Für die Mitte des 15. Jahrhunderts ist hier eine Brauerei urkundlich erwähnt. Möglicherweise entstand der spätgotisch anmutende Poller irgendwann in dieser Phase. Die vier Häuser verschwanden dann 1666 fast völlig, indem sie zu einem barocken Haus zusammengefügt wurden, das aber immer noch diesen Namen trägt.

Zu der barocken Neugestaltung, die im Kern immer noch das Äußere des zweistöckigen Hauses (mit Ausnahme des wesentlich älteren Pollerkönigs) prägt, gehört auch die in einer Nische auf Höhe des zweiten Stocks befindliche Statue des Heiligen Judas Thaddäus, die 1697 von dem Bildhauer Franz Preiss angefertigt wurde. Auch das Portal mit seinen Frucht-Ornamenten trägt zum barocken Erscheinungsbild bei. Der König der Poller bleibt aber die eigentliche Attraktion des Hauses. (DD)

Mal mit, mal ohne Kreuzherren

Eine architektionische Besonderheit und vor allem eine sehr bewegte Geschichte zeichnen sie aus, die Kirche des Hl. Peter am Pořičí (Kostel sv. Petra) in der Neustadt.

Zu den Besonderheiten, die sie unter den gotischen Kirchen der Stadt eigentlich nur mit der nahegelegenen Kirche des Hl. Heinrich und der Hl. Kunigunde teilt, gehört der separat stehende Glockenturm. Als der im Jahre 1598 im Stile der Spätgotik errichtet wurde, hatte die Kirche selbst schon unzählige Metamorphosen durchlaufen.

Sie begann ihr Leben als eine deutlich kleinere romanische Kirche in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Damals lag sie noch ein wenig außerhalb der Mauern Prags in einer Ortschaft namens Poříčí, woher der Namen kommt. Die Kirche wurde bald dem Orden der Kreuzherren mit dem Roten Stern übertragen, der in der Nähe ein Spital betrieb.

Ab 1382 begann der gotische Umbau, der zunächst nur eines der beiden Kirchenschiffe betraf. 1406 wurde das alte Presbyterium abgerissen und und vergrößert im gotischen Stil erneuert. 1411 war dann auch das zweite Schiff gotisch gestaltet. Von der romanischen Urkirche sind nur noch wenige Spuren zu finden.

Aber auch im Kirchenbetrieb ergaben sich stets Neuerungen. Der Ordenspfarrer um 1414 war dem Hussitentum zunächst aufgeschlossen und führte sogar die Kelchkommunion für Laien durch – eine geradezu revolutionäre Tat. Das nutzte aber nichts, denn als 1419 die blutigen Hussitenkriege begannen, verjagten die Hussiten den Orden ganz. In der Hussitenzeit wurde als bedeutendste bauliche Änderung der Glockenturm erbaut. 1620 besiegten die katholischen Habsburger die bisher freien Böhmen und eine gewaltige Zwangskatholisierung setzte ein. Und so bekamen die Kreuzherren 1628 zunächst einmal ihre Kirche zurück. Nur 1631 verloren sie während der Besetzung Prags durch die Sachsen kurzfristig.

1648 versuchten die Schweden die Stadt einzunehmen, wobei die Kirche schwer beschädigt wurde. Die Bürgerschaft der Neustadt organisierte aber eine so effektive Verteidigung der Stadt, dass sich die Schweden nicht festsetzen konnten. Aus Dank nahm Kaiser Ferdinand II. die Kirche den Kreuzherren wieder ab und schenkte sie der Bürgerschaft als Gemeindekirche. Die hatte aber nur Pech damit. 1653, 1666, 1680 und 1689 gab es verheerende Brände, die jedes Mal kostspielige Wiederaufbaumaßnahmen nötig machten. Das war zu teuer und deshalb einigte man sich mit den Kreuzherren, dass diese doch die Kirche wieder in ihre Obhut nehmen mögen – was die auch taten. Zu den Reparaturen, die sie nun einleiteten, gehörte die Barockisierung des zerstörten alten Dachs des Glockenturms.

Als 1757 während des Siebenjährigen Krieges die Preußen Prag mit Artillerie beschießen und dabei die Kirche beschädigen, nahm der Orden die Reparaturen zum Anlass, das Gebäude so richtig fesch im Barockstil umzugestalten. Vieles davon sieht man heute noch, vor allem den Hauptaltar, der dem Heiligen Petrus gewidmet ist – mit einem passenden Gemälde von Václav Vavřinec Reiner.

Vor allem sieht man viele barocke Heiligenstatuen, wie die hier abgebildete Figur des Heiligen Laurentius, der noch seinen (bemerkenswert vergoldeten) Grill in den Händen hält, auf dem er den Märtyrertod erlitt. Und über 12 Altäre verfügte die Kirche nun – eine recht beträchtliche Zahl für eine so kleine Kirche.

Aber auch die kam in die Tage und Ende des 19. Jahrhunderts bestand Renovierungsbedarf. Der Rat der Neustadt stellte hierfür Mittel bereit und so konnte der Architekt und Neogotik-Spezialist  Josef Mocker in den Jahren 1874 bis 1879 die Kirche kräftig umgestalten, wobei er im Sinne des damaligen Zeitgeschmacks große Teile der Barockisierung zurücknahm und die Kirche re-gotisierte. Deshalb ist heute der Gesamteinduck der einer gotischen Kirche. Ach ja, und 1948 mussten die Kreuzherren wieder die Koffer packen, denn die gerade an die Macht gekommenen Kommunisten erwiesen sich als Verfolger und Enteigner. Nach dem Ende des Kommunismus 1989 wurde das Gebäude den Kreuzherren restituiert. Neben dem Hauptaltar sieht man heute ihr Abzeichen deutlich.

Besichtigen kann man die Kirche nur während oder kurz vor den Gottesdiensten. Aber die durch die vielen Bauphasen etwas irreguläre Gestalt der Kirche und ihr Glockenturm machen auch ihr Äußeres zur Sehenswürdigkeit. Außerdem ist das Areal rundherum ein netter Ort der Ruhe. Der alte Kirchhof wurde im 18. jahrhundert aufgelöst und so hat man die Kirche nun mit einer kleinen Parkanlage umgeben, auch der Bänke zur rast einladen. Einen kleinen Eindruck vom alten Kirchhof gewinnt amn von einigen Grabmalen, die in einer Nische schön arrangiert erhalten wurden.

Und noch eine kleine Besonderheit aus der Geschichte von St. Peter findet man draußen, direkt rechts neben der Eingangstür. Hier wurde vor etlichen Jahren eine Gedenktafel angebracht, die daran erinnert, dass im Jahre 1873 in der Kirche der berühmte Komponist Antonín Dvořák seine Jugendliebe Anna Čermáková geheiratet hat – naja, eigentlich fand er erst deren ältere Schwester Josefina so richtig betörend, die ihn aber wohl nicht wollte. Aber mit Anna, die 13 Jahre jünger als er war, führte er dann doch bis zu seinem Lebensende eine sehr glückliche Ehe. (DD)

Kirche am Rande des Ghettos

Eine von vielen kleinen und oft von Besuchern übersehenen Kirchen in der Altstadt: Die Heilig Geist Kirche (Kostel svatého Ducha) in der Dušní in Prag 1.

Sie wurde in der großen Zeit der Gotik im Zeitalter Karls IV. erbaut, genauer gesagt, im zweiten Viertel des 14. Jahrhundert. Ursprünglich war sie Teil eines Klosters der Benediktinerinnen. Das Klosterleben kam allerdings zu Beginn des 15. Jahrhundert mit den Hussitenkriegen für einige Jahre zum Ende. Danach wurde der Klosterbetrieb zwar wieder aufgenommen, aber seine Bedeutung nahm immer mehr ab. Im 17. Jahrhundert erfolgte dann am Ende doch die Umwandlung der Heilig Geist Kirche in eine einfache Gemeindekirche.

Nach dem Großen Feuer von 1689 in der Altstadt wurde die Kirche wieder aufgebaut und dabei vorsichtig barockisiert. Die einschiffige Grundstruktur mit den originellen gestuften Stützpfeilern wurde aber beibehalten, so dass auf den ersten Blick das gotische Erscheinungsbild erhalten blieb. Im Inneren gewann die Kirche vor allem im späten 18. Jahrhundert ihre Gestalt. In dieser Zeit wurden einige andere Kirchen in der Umgebung geschlossen und etliche Ausstattungsteile – etwa die hölzerne Pìeta rechts – fanden in der Heilig Geist Kirche ein neues Zuhause.

Deshalb ist die Kirche gemessen an ihrer geringen Größe recht gut mit schönen Hochbarockaltären (vier insgesamt) ausgestattet. Der wichtigste davon ist natürlich der Hauptaltar, in dessen Mittelpunkt ein Gemälde des Barockmalers Johann Georg Heinsch steht, das den Heiligen Josef darstellt (großes Bild oben).

Und dann ist da noch ein beschämendes Kapitel in der Geschichte dieser Kirche. Sie liegt nämlich direkt am Rande des Jüdischen Ghettos von Josefov. Kaiser Ferdinand I. zwang im 16. Jahrhundert die Juden, in dieser Kirche an katholischen Gottesdiensten teilzunehmen. Zudem gab es das sogenannte „Glöckelgeld“. Das war eine Zwangsabgabe, die die Juden in Prag für das Läuten der Glocken der Kirche zum Zweck der Abwehr von Überschwemmungen und anderen Naturkatastrophen zu zahlen hatten. Erst 1785 wurde diese schändliche Zwangsmaßnahme im Zuge der Josephinischen Reformen abgeschafft. (DD)

Kirche als Kartonmodell erhältlich

Das Tal der Berounka im Südwesten Prags ist ein alter Siedlungsraum. Spuren von Besiedlung, die bis ins Neolithikum zurückreichen, finden sich in Hülle und Fülle. Und so befindet sich die Kirche des Heiligen Martin und des heiligen Prokop (Kostel svatého Martina a Prokopa) in dem kleinen, in der Nähe von Schloss Dobřichovice gelegenen Örtchen Karlík samt Kirchhof auf einen alten bronzezeitlichen Gräberfeld.

Und die Kirche selbst kann natürlich auch auf ein beträchtliches Stück Geschichte zruückblicken. Schon im 12. Jahrhundert stand hier eine Rotunde, die zunächst nur dem Heiligen Martin gewidmet war und 1180 erstmals in den Chroniken auftauchte. 1282 fiel das ganze Dorf in den Besitz des Ordens der Kreuzherren mit dem Roten Stern, die sich um den Ausbau der (ab dem 14. Jahrhundert namentlich um den regionalen Heiligen Prokop ergänzten) Kirche bemühten. Der Orden, der unter anderem seine Einkünfte vom Brückenzoll an der Karlsbrücke erhielt (siehe auch früheren Beitrag hier), behielt die Kirche bis in frühe 19. Jahrhundert. Seither ist sie eine katholische Gemeindekirche.

1767 schritt der Orden, dessen Insignien – ein rotes Kreuz über einem roten, sechseckigen Stern man noch über dem Eingang sieht, zu einem großzügigen Umbau. Die Rotunde wurde um ein langes barockes Kirchenschiff in Rechtsecksform mit drei großen Fenstern an jeder Seite ergänzt.

Es folgten noch einmal kleinere, für den äußeren Eindruck wohl nicht sonderlich ins Gewicht fallende Ergänzungen und Umbauten in den Jahren 1807 bis 1810 und im Jahre 1834.

Bedeutsamer nahmen sich die Veränderungen aus, die 1889 durch den Architekten Matěj Krch durchgeführt wurden. Das barocke Erscheinungsbild wurde nun in ein neo-romanisches umgewandelt. Das Zwiebeldach des Glockenturms wurde zum Spitzdach und die ursprüngliche Rotunde wurde optisch inden Vordergrund gestellt. Innen wie außen (über dem Eingang) wurden Malereien im neoromanischen Stil hinzugefügt.

Dieser bis heute den Gesamteindruck der Kirche prägenden Umbau, der den Originalcharakter des Ursprungsbaus wieder in den Vordergrund stellte, kann sich sehen lassen.

Die Architektur der hübschen Dorfkirche hat jedenfalls viele Freunde gefunden, vor allem auch unter den Modellbauern, denn die Kirche der Heiligen Martin und Prokop ist sogar als Kartonmodell zum Nachbauen auf dem Markt – eine Ehre, die selbst vielen großen Stadtkirchen Prags noch nicht zuteil wurde. (DD)

Wo der Spargel gefeiert wird

Wie sehr die Spargelsaison in Deutschland mehr als eine jahreszeitliche Nahrungsergänzung, sondern ein tief verwurzelter kulturell-kulinarischer Traditionsbestand ist, merkt man erst, wenn man länger im Ausland lebt. Hier in Prag ist das eines der sehr wenigen Dinge, die man vermisst. Es ist daher auch schwierig, richtig guten weißen Spargel (tsch.: bílý chřest) auf den Märkten zu bekommen.

Schwierig, aber nicht unmöglich! Denn rund 25-30 Kilometer nördlich von Prag befindet sich im Kreis Mělník (okres Mělník) das große Spargelgebiet Tschechiens. Einer guten Empfehlung folgend, haben wir uns vor einigen Tagen mit dem Auto einmal nach Hostín u Vojkovic begeben. Das ist ein kleines Dorf, das einen etwas heruntergekommenen ersten Eindruck hinterlässt – mit vielen Rückständen kommunistischer Wüstenei. Auch der größte Verkaufort des Spargels, das Landwirtschaftsareal (Zemědělský areál), schien früher einmal so etwas wie eine Kolchose gewesen zu sein. Ein Mähdrescher der „DDR“-Marke Fortschritt ziert noch als Museumsstück den Hof (ansonsten hat man mit neueren Geräten aufgerüstet).

Aber hinter der unscheinbaren Fassade verbirgt sich Nobles. Der kleine Stand, der wegen seiner Abgelegenheit keine Laufkundschaft haben kann, wird von Kulinarikern aus der ganzen Umgebung mit dem Auto angefahren. Es herrscht durchaus Andrang. Und der Ort pflegt auch seine Spargelkultur. Im Mai findet das große Spargelfest mit kleinen Ess- und Trinkständen statt, bei dem natürlich der Spargel in allerlei Zubereitungsarten im Mittelpunkt steht.

Wir haben uns gleich mal an einem Wochenende ein paar Kilogramm vor Ort besorgt. Ja, die Qualität stimmt und muss sich in dieser Hinsicht keineswegs vor deutschen Spitzenprodukten – etwa dem Beelitzer Spargel – verstecken. Ganz simpel und klassisch mit Kartoffeln, heißer Butter, gekochtem und rohem Schinken zubereitet, mundete uns das Ganze vorzüglich! Wir haben jedenfalls unsere Spargelquelle bei Prag gefunden!

Drumherum befinden sich die großen Spargelfelder. Der Boden scheint recht sandig zu sein – für normale Landwirtschaft eher ein Nachteil, aber für Spargelbau schlichtweg ideal. In Deutschland wären solche Spargelzentren eher recht wohlhabende Gemeinden, aber in Hostín u Vojkovic scheint das leider noch nicht so zu sein. Anscheinend ist die lokale Spargelkultur noch nicht so weit ins Umfeld übergeschwappt, dass sie zum Riesengeschäft mit vielen konkurrierenden großen Anbietern wachsen konnte.

Ein Riesengeschäft war der Spargel (den man in Hostín auch als Pflanze kaufen kann; Bild links) in dieser Gegend dereinst. In der Zeit der Habsburger Monarchie und auch noch in der Ersten Republik war der Kreis Mělník ein international führender Exportstandort für Spitzenspargel. Man lieferte nach Frankreich und Deutschland. Der Spargel der Region wurde am k.u.k. Hof in Wien serviert. Die Kommunisten, die 1948 die Macht an sich rissen, verachteten Spargel und freien Welthandel gleichermaßen als bourgeoises Teufelswerk. Die Exportketten rissen, die mit dem Spargel verbundene Feinschmeckerkultur ging im sozialistischen Einheitsbrei unter. Nach dem Ende des Kommunismus musste die einstmals reiche Spargelkultur wieder langsam aufgebaut werden – ein Prozess, der noch nicht abgeschlossen ist, wie man am Zustand des Dorfes sehen kann.

Man kann den Bürgern von Hostín u Vojkovic nur wünschen, dass dereinst der große Spargelwohlstand kommen möge. Denn das Dorf verfügt über einen kulturellen Reichtum, den man Dank der kommunistischen Planungssünden zunächst einmal nicht erkennt. Der Ort war schon in der Steinzeit besiedelt und in den Urkunden wird er offiziell erstmals im Jahre 1088 – in der Zeit von Vratislav II. – erwähnt. Möglicherweise im Jahr 1271, auf jeden Fall bis zum Jahr 1290 wurde die außerordentlich hübsche Dorfkirche Mariä Himmelfahrt (kostel Nanebevzetí Panny Marie) eingeweiht, die 1615 im späten Renaissancestil überarbeitet wurde. Das Gebäude befindet sich in einem herzzerreißend deplorablen Zustand. Schon deshalb sei der Gemeinde der Spargelwohlstand gegönnt, damit die Kirche endlich adäquat renoviert werden kann.

Eine andere, wahrhaft sensationelle Attraktion ist die Friedhofskapelle des Leibes Christi (Fronleichnam, tsch.: Hřbitovní kaple Božího těla). Sie wurde 1736 im Auftrag von Philipp Hyazint Fürst von Lobkowicz von dem aus Italien stammenden Architekten und Maler Girolamo Casto gestaltet – ein kolossales Meisterwerk des Barocks, das über Kilometer in der Landschaft sichtbar ist. Leider auch dies in erbärmlichem und baufälligem Zustand.

So ergehe hiermit der Appell: Naht die Spargelsaison, gehe nach Hostín u Vojkovic und decke Dich ordentlich mit Spargel ein! Man erlaubt sich damit nicht nur ein lukullisches Gaumenerlebnis, sondern tut etwas für die Kultur des Ortes. (DD)