Alte Gänse vor neuem Haus

Die drei Gänse, von denen man im Bild eine sieht, waren es wert, erhalten zu bleiben. Und das schon allein, weil wir uns im Kern der Prager Altstadt befinden, wo der Denkmalschutz streng ist.

Das hier ist das Haus Zu den Drei Wildgänsen (U tří divokých hus) in der Melantrichova 467/7. Es ist nicht ganz, was es scheint. Man sieht eine vierstöckige Barockfassade. Bis dahin ist es eine Geschichte, wie man sie in der Altstadt häufig von Gebäuden kennt. Ursprünglich stand hier ein gotisches Haus aus dem Mittelalter, das dann Ende des 17. oder Anfang des 18. Jahrhunderts vollständig im barocken Stil umgebaut wurde, was bei vielen Häusern seinen Grund in dem  großen Feuer von 1689 hatte, dass die mittelalterliche Altstadt weitgehend zerstörte. In diesem Falle verhalf es den drei verschieden gestalteten drei Gänsen, die sich in Kartuschen über den Fenstern des ersten Stockes befinden, zu ihrer künstlerischen Geburt.

Aber es handelt sich nur um eine Fassade. Das gesamte Haus dahinter ist erheblich moderner- genauer gesagt: In den Jahren 1931/32 wurde es komplett durch das Ingenieurbüro Mrhy nach den Plänen des Architekten Jan Voráček neu gebaut. Drinnen ist nichts vom alten Haus mehr vorhanden. Der vorbeikommende Besucher kann sich daher immer noch an den drei putzigen Gänsen erfreuen und an dem Umstand, dass der Denkmalschutz dafür gesorgt hat, dass trotz der Modernisierung ein wunderschöner Teil des Stadtbilds erhalten geblieben ist. (DD)

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