Stolzer Baum

Der Weihnachtsmarkt am Altstädter Ring, der am Tag vor dem Ersten Advent (also heute) feierlich eröffnet wird, ist der größte seiner Art in Prag. Seine Pracht verdankt er nicht nur der Schönheit des Platzes mit seinen historischen Gebäuden (allen voran die Teynkirche), sondern vor allem seinem Weihnachtsbaum.

Damit ein Weihnachtsbaum in einer solchen Umgebung seine Wirkung entfalten kann, muss er auf jeden Fall schon einmal riesig groß sein. Und im Gegensatz zu den meisten anderen Weihnachtsmärkten behilft man sich nicht mit der Lösung, ihn an einem tannenförmigen Eisengerüst aus Nadelzweigen künstlich zusammenzusetzen. Es muss ein echter Baum aus einem Guss sein!

Ist er erst einmal aufgestellt, wird er aufwendig (und jedes Jahr ein wenig anders) geschmückt, bevor dann der Bürgermeister ihn durch Anschalten der Beleuchtung „eröffnet“.

Einen Baum dieser Größe findet man nicht überall. In ganz Tschechien überschlagen sich Gemeinden mit Vorschlägen für einen Baum aus ihrer Heimat. Den Baum zu stellen, ist für manche Gemeinde oder Baumbesitzer wohl eine große Ehre. 2018 konnte die Jury aus 30 Vorschlägen auswählen und die Wahl fiel auf den im großen Bild oben gezeigten Baum. Die Fichte misst satte 23 Meter. Er stand 61 Jahre in einem Garten in nordböhmischen Rynoltice bevor er (nach einem langwierigen Transport) den Weg hierhin fand. Das Jahr zuvor stand an gleicher Stelle eine 24 Meter hohe Fichte (kleines Bild), die 66 Jahre alt war und aus dem nahen Roztoky kam. Alle Bäume werden am 6. Januar – dem Dreikönigsfest – wieder abgebaut. (DD)

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