Okoř – eine Burgruine wie gemalt

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Und das wurde sie auch von vielen namhaften Tschechischen Malern wie Antonín Slaviček, Josef Mánes und Mikoláš Aleš.  Ja, Ort und Burg wurden sogar besungen.   Die Burgruine Okoř, die in bequemer Ausflugsweite von Prag im Tal und Naturschutzgebiet des Zákolanský Potok liegt, ist für Tschechen kein Geheimtipp und touristisch bestens erschlossen. Sogar ein kleiner mobiler Freizeitpark liegt zu ihren Füßen. IMG_8895Erfrischen kann man sich auch in zahlreichen Restaurants, Konditoreien und Imbissbuden im schmucken Örtchen Okoř.

Interessanterweise wurde die Burg wohl in der Mitte des 14. Jahrhunderts nicht von einem edlen Adelsgeschlecht, sondern von einem reichen  Prager Bürger, František Rokycanský am Ort einer gotischen Kapelle erbaut. In den Hussitenkriegen von den Hussiten erobert, wechselte sie bis zur IMG_8891Renaissance mehrfach die Besitzer, wurde stärker befestigt und dann zum repräsentativen Schloss umgebaut, im Dreißigjährigen Krieg zerstört und gelangte schließlich in den Besitz der Jesuiten. Die Jesuiten nahmen die letzten Umbauten und Renovierungen an der Burg vor. Als der Orden aufgelöst wurde, ließ der Burgverwalter die Dächer der Burg abreißen und bot die Steine und Balken als Baumaterialien zum Verkauf an. Dieser Zerstörungswut verdankt die Burg ihr romantisches Aussehen. Zuletzt fiel die Ruine an den Staat und wird heute vom Mittelböhmischen Museum in Roztoky verwaltet. Die Ruinen können gegen eine kleine Gebühr besichtigt werden. (LSD)

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