Goldenes Gässchen

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Es gibt einen Grund, weshalb die Touristen massenhaft diesen Teil der Burg besuchen. Es ist einfach entzückend, das Goldene Gässchen (Zlatá ulička), das zwischen dem Weißen Turm und dem Daliborka Turm gelegen ist und sich ganz eng an die Burgmauer schmiegt. Die kleinen Häuschen wurden im 16. Jahrhundert für die Wachen gebaut. Im IMG_118619. Jahrhundert verfielen sie und dienten den Ärmsten der Armen als Behausung. Obwohl man darin wohl sehr beengt lebt, wäre der Mietpreis heute sicher nur für die Reichsten der Reichen bezahlbar. Aber die enge pittoreske Häuserzeile ist heute kein Wohnort mehr, sondern eine Touristenattraktion mit kleinen Museen (z.B. Ritterüstungen) und ebenso kleinen Läden. In Haus Nr.22 befindet sich passenderweise ein Buchlädchen, denn hier wohnte 1916/17 kein geringerer als Franz Kafka (siehe auch hier). Bis vor zwei Jahren konnte man das Areal noch umsonst betreten, heute ist Eintritt fällig. Der Eintritt ist allerdings sein Geld wert und die Touristen strömen deshalb auch weiterhin in Scharen hinein. Das kleine Photo zeigt, wie es dann an einem normalen Tag aussieht. Ein kleiner Tipp: Ab 18.00 Uhr, wenn sonst alles in der Burg geschlossen ist, ist der Eintritt frei!

Das große Photo oben ist daher eine Rarität. Ich habe genau in der 100stel Sekunde auf den Knipser gedrückt, in dem kein Tourist im Bild war. Es sieht deshalb irgendwie so aus, als ob man hier auch einmal in aller Einsamkeit und Ruhe seinen Gedanken nachgehen könnte. Jeder Prager wird einem aber versichern, dass das absolut unmöglich ist! (DD)

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