Rauf und runter mit der Standseilbahn

IMG_6904Prag ist eine hügelige Stadt und man muss eine gute Kondition haben, will man alle Höhen mit ihren Sehenswürdigkeiten erklimmen. Das gilt zuvörderst für den Petřín-Berg IMG_6912auf der Kleinseite, wo u.a. die berühmte Prager Version des Eiffelturms (links) steht. Dort kann man es sich allerdings, wenn man will, recht bequem machen, weil ein besonderes Verkehrsmittel für den Weg hinauf und hinunter zur Verfügung steht. Es handelt sich um die berühmte Standseilbahn Petřín (Lanová dráha na Petřín) und ist natürlich schon für sich genommen eine Touristenattraktion. Die wurde schon 1891 erbaut und funktionierte irgendwie mit einer Gewichtstarierung. Seit 1932 ist sie elekrifiziert, aber auch jetzt, wo die IMG_2430.JPGherunterfahrende Bahn nicht mehr die herauffahrende mit ihrem Gewicht bewegt, müssen die Bahnen zur gleichen Zeit starten, um sich dann in der Mittelstation (Nebozízek) aus dem Wege zu gehen. Nähert man sich der Mitte, sieht man (Bild rechts) schon das entgegenkommende Fahrzeug.

Das funktioniert bemerkenswert risikolos und noch nie wurde ein Unfall gebaut. Angstgefühle braucht man nicht haben. Stattdessen kann man die Aussicht auf den Burgberg genießen. Das Bild unten links wurde aus dem fahrenden Zug geknipst.

Die Fahrt erstreckt sich insgesamt über 510 Meter und überwindet dabei einen Höhenunterschied von immerhin 130 Metern.

Fahrunfälle gab es also nicht und sie sind auch weiterhin äußerst unwahrscheinlich. Aber trotzdem musste im Laufe der Geschichte der Verkehr auf der Strecke für IMG_2428längere Zeit eingestellt werden. Nach dem Ersten Weltkrieg gab es Eigentumsstreitigkeiten und anschließend Modernisierungsarbeiten (nicht nur die Elektrifizierung, sondern auch die Umstellung auf Normalspur), sodass die Wiedereröffnung erst 1932 erfolgte. 1965 gab es Erdrutsche im Areal, die zu einer erneuten Schließung bis 1985 führten. Heute ist das Gelände gut gesichert. Die Bahn, die ursprünglich privat vom Klub českých turistů (Verein Tschechischer Touristen) erbaut worden war,  gehört heute den öffentlichen Verkehrsbetrieben der Stadt Prag. Das hat immerhin den Vorteil, dass man – so man in Besitz einer Tageskarte o.ä. ist – nicht extra für eine Fahrt zahlen muss. Das normale Tram- oder Busticket genügt. (DD)

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