Hier betete man dereinst zu Svantevit

IMG_7023Dicht an einer belebten Straße, wo die Autos rasen, übersieht man leicht die Kirche Maria auf dem Rasen (Kostel Zvěstování Panny Marie Na slupi). Heute wird sie von der orthodoxen Gemeinde, die hier ihr Gotteshaus hat, auch IMG_7026Kirche der Verkündigung der Heiligen Jungfrau genannt. Ursprünglich handelte es sich aber um eine Klosterkirche, die 1360 bis 1375 – also in der Zeit, als Karl IV. die Neustadt aufbaute – errichtet wurde – angeblich auf dem Grund eines vorchristlichen alten slawischen Svantevit-Heiligtums. Nähert man sich ihr von der Rückseite, bekommt man noch einen vagen Eindruck von der einstigen Klosteranlage und ihrem Garten (großes Bild).

Sie machte die übliche Geschichte durch – IMG_7025die Barockisierung im frühen 18. Jh., die Auflösung des Klosters unter Josef II., die Wiederherstellung als eine Gemeindekirche und IMG_7024schließlich die recht geschmackvolle Totalrestaurierung 1858–1863 im neogotischen Stil, der sich gut mit den wenigen Resten des echten mittelalterlichen Baus verträgt, die man mit geübtem Auge findet.

Die orthodoxe Ausstattung der Kirche, die der aktuellen Nutzung geschuldet ist,  nimmt sich bisweilen nicht ganz harmonisch mit der gotischen Architektur aus, verleiht der Kirche aber ihren besonderen Reiz. (DD)

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