Vor 75 Jahren: Heldenhaftes Ende

IMG_6351Vor genau 75 Jahren – am 17. Juni 1942 – begann ihr letzter Kampf. Die Attentäter Kubiš und Gabčík, die am 27. Mai den von Hitler eingesetzten „Reichsprotektor“ für Böhmen und Mähren, Reinhard Heydrich seinem verdienten Ende entgegen geführt hatten, wurden in IMG_6350der Kirche St. Kyrill und Method zusammen mit einigen Mitstreitern von SS-Truppen umzingelt. Der orthodoxe Bischof der Kirche, Gorazd, der kurz darauf von den Nazis nach einem Schauprozess hingerichtet wurde, hatte ihnen in der Krypta der Kirche ein Versteck angeboten. Durch den Verrat eines Kameraden flog das Versteck auf. Fast 6 Stunden hielten die Widerstandskämpfer der gewaltigen Übermacht der SS stand, bis sie entweder getötet wurden oder sich mit Zyankali selbst vergiftet hatten.

Die brutale Repressionswelle, die dem Attentat folgte, darunter der Massenmord in den Orten Lidice und Ležáky, weckte endgültig den Widerstandswillen der Tschechen gegen das Terrorregime.

Die Kirche, wo die Attentäter ihr heldenhaftes Ende fanden, ist heute eine nationale Gedenkstätte mit einer kleinen Ausstellung (mit Erläuterungen in Tschechisch und Englisch) und der zerschossenen Krypta, die man als einen Ort der Trauer und des Gedenkens besichtigen kann. Außen sieht man noch die Einschusslöcher der Maschinengewehre. (DD)

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