Stadtmuseum: Langweil ohne Langweile

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Wo kann man an einem Regentag viel über Prag und seine Geschichte lernen? Im Museum der Hauptstadt Prag (Muzeum Hlavního Mesta Prahy) natürlich! Eigentlich wurde das Museum schon 1883 gegründet, aber in das schmucke Neo-Renaissance-Gebäude des Architekten Antonín Balšánek zog es erst zu dessen Eröffnung im September 1900.

Die reich ausgestattete permanente Ausstellung führt uns von der Urgeschichte über das Mittelalter mit seiner Blüte unter Karl IV. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Das Highlight, das die meisten Besucher anlockt, ist jedoch das in den Jahren 1826-1837 von dem Bibliothekar Antonín Langweil in unendlicher Kleinarbeit mit Schere geschnittenen und sorgfältig bemalten Modell der Stadt Prag im Obergeschoss. In tausenden kleinen Modellen sieht man ein Prag, das man heute nur noch teilweise so sehen kann. Im Keller IMG_5118kann man auch noch einen 3D-Film sehen, der einem eine virtuelle Reise durch die Gassen des Modells unternimmt. Mag der Mann auch Langweil geheißen haben, langweilig ist sein hübsches biedermeierliches Modell nicht!

Daneben gibt es immer wieder Sonderausstellungen, die über oft sehr ungewohnte oder originelle Nebenaspekte der imposanten Geschichte dieser Stadt präsentieren.  Für solche Sonderausstellungen gibt es auch noch Nebenstellen, wie zum Beispiel Haus am Goldenen Ring, ein – schon für sich genommen sehenswertes – gotisches Gebäude mitten in der Altstadt, das erst 2016 als Museumsbau eröffnete (kleines Bild). Ebenso gibt es Außenstellen für besondere Themenaspekte, wie zum Beispiel das bereits erwähnte Schloss Ctěnice. (DD)

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