Echt romanisch

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Die übliche Geschichte Prager Dorfkirchen verlief in der Regel fast immer so: Gebaut im Mittelalter und barockisiert im 18. Jahrhundert – was dann bis heute den Gesamteindruck prägt. Die Kirche Dolní Chabry ist eine Ausnahme. Das Dorf (seit 1960 Teil Prags) selbst ist, wie bereits hier berichtet, ein überaus geschichtsträchtiger Ort mit tief in die Urzeit zurückreichenden archäologischen Funden.

IMG_4213Das weithin sichtbarste Zeichen für diese Geschichtsträchtigkeit ist jedoch die Kirche St. Johannes der Täufer, die  – umrundet von einer Mauer – sich auf einem kleinen Hügel über dem alten Dorfkern geradezu inszeniert. Sie wurde im Mittelalter gebaut und blieb auch mittelalterlich. Die übliche Barockisierung fiel  aus irgendeinem Grunde aus. Sie sieht aus wie das, was sie ist: Ein spätromanischer Bau aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts mit einer für die Romanik charakteristischen Apsis (kleines Bild). So etwas sieht man in Prag und unmittelbarer Umgebung eher selten.

Es wird in diesem Blog sicher irgendwann noch einmal über diese Kirche berichtet, denn das Innere des Baus muss noch interessanter sein. Dort sieht man wohl einen gut erhaltenen Freskenzyklus aus der Zeit nach 1250 mit Darstellungen aus dem Leben Marias, der geradezu einzigartig sein soll. Leider war bei unserem Besuch die Kirche – wie so oft in im dörflichen Umfeld Prags – geschlossen. Vielleicht versuchen wir es mal während eines Gottesdienstes. Das hier war nicht das letzte Wort zum Thema. (DD)

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