Hinkelstein am Straßenrand

IMG_4219Möglicherweise 5000 bis 7000 Jahre steht er schon da. Lange bevor die Kelten kamen. Und lange Zeit stand er alleine in freier Natur, bis im 20. Jahrhundert die Ausbreitung der Stadt Prag ihn erreichte. Er aber blieb unverrückbar. Der neue Zaun am neuen Straßenrand musste für ihn sogar extra einen kleinen Umweg nehmen,.

IMG_4221„Versteinerter Diener“ nennt man den kleinen, ca. 1,50 Meter großen Menhir oder Hinkelstein in Dolní Chabry, einem nördlichen Ortsteil Prags.

Dieser Ort muss für die Menschen der Vorzeit ein wahres Paradies gewesen sein. Von der Steinzeit an über Kelten, Germanen und Slawen haben Menschen dort reichhaltig Spuren hinterlassen. Wer den gut ausgestatteten archäologischen Lehrpfad entlang geht, kann nur beeindruckt sein. Sogar römische Münzen aus der Zeit des Kaisers Probus hat man gefunden (obwohl die Römer anscheinend zu den wenigen gehörten, die hier selbst nie siedelten).

Der Menhir ist eine der originellsten Sehenswürdigkeiten. Warum und wann hier ein Diener versteinerte, weiß niemand so recht. So ist das schließlich mit alten Legenden. Der Ort zieht bisweilen Esoteriker an. Aber auch Nicht-Esoteriker. Eigentlich sollte sich jeder kulturell Interessierte mal den Lehrpfad von Dolní Chabry gönnen – einem der geschichtsträchtigsten Orte Prags. (DD)

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