Wall mit Aussicht

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Liegt es an der schönen Aussicht? Schon in der Spätsteinzeit siedelten Menschen hier. In der Hallstadtzeit und später durch die Kelten wurde das Areal zu einer großen Festungsanlage: Die hradiště Zámka bei Bohnice hoch über dem östlichen Ufer der Moldau im Norden der Stadt. Die fast senkrechten Felsklippen, die das Ganze von drei Seiten umgeben, bildeten einen natürlichen Schutzwall, der IMG_4001die Verteidigungswirkung der Erdwälle und Palisaden signifikant verstärkte.

Diesen strategischen Vorteil nutzten auch Slawen, die im 8. Jahrhundert dort ihr Domizil fanden, bis sie – anscheinend nach einer kriegerischen Auseinandersetzung, wie Archäologen vermuten – im 9. Jahrhundert wieder verschwanden.

Danach wurde der größte Teil der 6,5 Hektar großen Fläche der Anlage immer wieder landwirtschaftlich genutzt, weshalb im Inneren nur noch wenige Spuren keltischer Besiedlung zu sehen sind.IMG_4006

An den Rändern ist die riesige Wallanlage aber immer noch deutlich sichtbar. Majestätisch thront sie über der Moldau. Die Aussicht ist einfach umwerfend.

Das große Bild oben zeigt den Blick vom Wall auf einen Felsvorsprung hoch über dem Fluss. Andere Keltenburgen mögen noch größer sein (z.B. hier), aber diese hier bietet am meisten für das Auge. (DD)

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