Was man sieht, was man kriegt

Der gute Soldat Švejk ist nicht umsonst so etwas wie der literarische Nationalheld der Tschechen. Dessen Hang zur Schlitzohrigkeit trifft man in der Tat häufig an im Lande. Das zeigt sich besonders, wenn es um den Lebensmitteleinkauf geht.

kaseDieser eingelegte Käse (eine tschechische Spezialität!) ist ein Beispiel. Was man von dem Käse sieht, wenn er noch verpackt im Ladenregal steht, ist beeindruckend. Ganz dicht an die transparente Innenwand des Plastikbechers ist der Käse gedrückt – ein sicheres Anzeichen dafür, dass er prall damit gefüllt ist (Bild links).

Im geöffneten Zustand bietet sich ein anderes Bild. Recht dünne Käsestückchen sind an die Innenwand gepresst, damit sie von außen den Eindruck von praller Fülle erwecken. Der aller größte Teil des Inhalts besteht jedoch aus (den wesentlich billigeren) gehackten Zwiebeln.

img_3521Das wäre nichts, was es nicht auch in anderen Ländern gäbe. Aber hierzulande finden sich solche Mogelpackungen bei lokalen Produkten öfters.

Aber warum kann auch dem Soldaten Švejk niemand länger wirklich böse sein? Das ist das nationale Geheimis. Oder besser: Im gezeigten Fall ist es gar keines. Den Käse dieser Marke haben wir trotz der phantasiereichen Füllung trotzdem wieder gekauft. Warum? Die Böhmische Küche ist halt lecker und der Käse schmeckte wirklich gut! (DD)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s