Ersatzopernhaus mit Geschichte

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Kommt man als Prag-Tourist per Fernbus am Bahnhof Florenc an, ahnt man nicht, dass auf der Rückseite der kargen Betonfassaden, die man rundum sieht, ein sehenswertes Theater steht. Seit 1881 steht es hier als einsamer Solitär des Neobarock: Das Karlin Musiktheater. Es ist ein Haus mit interessanter Geschichte. Ursprünglich gab es hier Zirkus- und Varietéaufführungen zu sehen. Erst 1932 verabschiedete man sich von den dazu passenden Holzbänken und baute richtige Theatersitze ein (die übrigens erfrischend viel Beinfreiheit gewähren!). Zu diesem Zeitpunkt war aber schon aus dem Zirkus ein Operettentheater geworden. In den 90er Jahren wurde dann das rund 1000 Sitzplätze umfassende Theater das führende Haus für Musicals. Seit 2015 dient es temporär auch als seriöses Opernhaus – und zwar als Ersatzgebäude für die Staatsoper, die bis 2018 umfassend renoviert wird.

Das alte Gebäude macht heute nur noch einen Teil des Gesamtkomplexes des Theaters aus. Der Eingangsbereich ist ein Bau im etwas lieblosen modernen Betonstil. Umso mehr (und positiver) überrascht dann der barockende Theatersaal selbst. Die Gallerie unten gibt einen Eindruck davon. (DD)

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