Spukschloss

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Der Lauf der Botič ist immer gut für kleine Wochenendausflüge. Der Weg zum Mäander des Botič wurde in diesem Blog bereits vorgestellt. Geht man von Hostivař aus flussabwärts, ist die Landschaft – sieht man von einigen nahegelegenen Plattenbauten ab, die die schöne Aussicht etwas schmälern – nicht minder schön.

img_3512Dort kann man dann auch das kleine Záběhlický-Schloss (Záběhlický zámek) bewundern. 1398 war hier bereits eine Burg entstanden, die wohl dem Bischof von Lytomyšl unterstand. Zum Schloss wurde es im 1663 von Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg umgewandelt. 1886 brannte es ab und wurde nach einigen vergeblichen Anläufen 1907 von dem Gutsbesitzer Václav Černý repariert und in großem Umfang modernisiert.

Lange Zeit ging das Gerücht umher, im Schloss spuke es. Eine weiße Frau sei des öfteren in den Gemäuern erschienen, die erst durch das intensive Geläute der Glocken einer nahe gelegenen Kirche verscheucht wurde.img_3516

Während der Zeit des Kommunismus – ein grausiger Spuk ganz eigener Art! –  wurde es verstaatlicht. Die Öffentlichkeit bekam Zugang, was aber nur den Verfall des Gebäudes und des schönen Parks beschleunigte. Einige schöne Nebengebäude wurde abgerissen. Heute kann man es nur von außen betrachten, denn seit der Reprivatisierung befinden sich darin Büros zahlreicher Firmen. Dafür ist es wieder in bestem baulichen Zustand. Als Beispiel für schöne Architektur auch am Rande der Stadt lohnt es sich auf jeden Fall als Ziel eines kleinen Spaziergang am Bach. (DD)

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